Montag, 15. Dezember 2014

Far North- Checked!


Kia Ora, ihr Lieben! Geht's euch gut?

Ich sitze gerade in Ahipara am Strand, genieße den Abend und denke mir: Es ist mal wieder Zeit für einen neuen Blogeintrag!


Nachdem wir die Bottemas verlassen hatten, machten wir uns weiter auf in Richtung Norden. Unter anderem machten wir Halt am "Uretiti Beach". Der DOC (Department of Conservation, betreibt überall im Land Campingplätze, Wanderwege, etc.) hat hier einen wunderschönen Campingplatz, wo wir es uns nicht nehmen ließen eine Nacht zu bleiben. Dort haben wir eine deutsche Familie aus Esslingen kennengelernt... In Auckland machten wir auch schon Bekanntschaft mit einem jungen Herrn aus Sinzheim. Jaja, die Welt ist also klein.



Allgemein ist es unglaublich wie viele Deutsche man hier antrifft. Natürlich ist es einfacher in seiner Muttersprache zu kommunizieren, auf Dauer möchte man dann aber doch sein Englisch verbesseren und Menschen anderer Nationen kennenlernen. An einem Abend hatten wir am "Matapouri Bay" übernachtet, ein wunderschöner Spot! Dort trafen wir 2 Mädels (Miri und Sonja) wieder, die wir davor schon in "Te Arai " kennengelernt hatten. Auf dem Parkplatz waren circa 7 Campervans and guess what... alle Autobesitzer waren Deutsch! Am Abend haben wir noch alle gemeinsam am Lagerfeuer gesessen, was die Urlaubs-Atmosphäre perfekt machte.






Unter anderem haben wir auch die Höhlen von Waipu angschaut. Dort angekommen klettert man in ein stockdunkles Loch. Mit einem etwas mulmigen Gefühl klipsten wir unsere Taschenlampen an und bahnten uns unseren Weg durch kleine Bäche und Felsen. Man ist keine 5 Minuten unterwegs, da sieht man sie schon. Als hätte jemand eine Lichterkette aufgehängt strahlen Glüchwürmchen in allen Ecken. Das Ganze kommt einem so unnatürlich vor, dass man nur dastehen kann, um den Moment zu genießen.




Unsere Reise führte uns weiter über Whangarei nach Paihia, wo wir dann tatsächlich einen Kuppenheimer trafen! Hier spielte der Zufall aber eine geringere Rolle. Sascha und sein holländischer Reisekompane Robert waren bereits ein paar Tage in Paihia und wir gesellten uns zu ihnen auf den Campingplatz. Gemeinsam machten wir eine kleine Kajaktour, die für mich persönlich sehr entspannt war (mal sehen ob Sascha, mit dem ich mir ein Kajak teilte, da anderer Meinung ist :D ). Gegen Abend trafen noch ein paar weitere deutsche Mädels ein, die wir bereits kannten und alle zusammen machten wir Musik bis spät in die Nacht. Am Tag darauf machten Greta und ich eine Wanderung, die entlang der Küste führte und ein paar tolle Ausblicke beinhaltete.




Am 8. Dezember ging es dann nach Kerikeri zu unserem 2. Wwoofing Host. Voller Vorfreude, aufgrund unserer ersten guten Erfahrung, kamen wir also Montags an. Schließlich ließ uns das Online- Profil der Thai/Kiwi- Familie nur Gutes erwarten: Tim und Yuan betreiben einen Gartencenter und bieten Verpflegung und Unterkunft gegen 4 Stunden Arbeit am Tag. Es sind auch noch einige andere Backpacker zu Besuch, sodass es nicht langweilig wird. Soweit so gut. Wir betreten also den Wohnbereich, doch was wir sehen lässt unsere Vorfreude im null komma nichts wieder verschwinden. Halbherzig werden wir von unseren Gastgebern begrüßt und herumgeführt. Der erste Eindruck kann ja bekanntlich täuschen, doch nicht so in diesem Fall. Die Küche könnte man als eigenständiges Bioreservat ernennen, die Dusche hat vermutlich noch nie einen Putzlappen gesehen und überall liegt ein Muffelgeruch in der Luft. Vielleicht denkt sich jetzt der ein oder andere ich würde übertreiben, aber nein, glaubt mir, diese Bruchbude war wirklich eine Zumutung.

Wir konnten dann vereinbaren, statt geplanten 3 Wochen, nur eine Woche zu bleiben. Die Zeit war also absehbar und wir versuchten das Positive zu sehen. Und siehe da, wir wurden fündig! Die Arbeit war wirklich gut machbar und es machte einfach Spaß, draußen an der frischen Luft zu arbeiten. Wir freundeten uns mit den anderen Wwoofern an und auch hier haben wir unsere Gitarre ausgepackt und zusammen musiziert. Auch wenn wir uns die meiste Zeit nicht getraut hatten, irgendetwas in der Küche anzufassen, hatten wir schöne Abende bei denen jeder etwas zum "Dinner" beisteuerte. Der Sohn von Tim bereitete oftmals Kino-Abende vor, bei denen wir "Herr der Ringe" 1-3 angeschaut haben, in Neuseeland ja eigentlich ein Muss :)

Am Samstag sind wir dann abgereist. Der Abschied viel uns nicht all zu schwer und wir waren froh endlich weiter ziehen zu können.



Am nächsten Tag fuhren wir weiter Richtung "Far North", doch das Wetter spielte leider verrückt. Am Abend stellten wir uns an eine Bucht im "Doubtless Bay", doch wollten die Nacht eigentlich nicht direkt am Meer verbringen, weil es zu diesem Zeitpunkt schon unglaublich stürmte. Doch als wir uns wieder auf den Weg machen wollten sprang unser Auto nicht mehr an! Wir verkrochen uns also in unserer Einzimmerwohnung und hofften, dass in der Nacht die Welt nicht untergeht. Am nächsten Morgen war tatsächlich noch jeder Baum an Ort und Stelle und siehe da, Wunder gibt es immer wieder: Unser Auto hat sich dazu entschieden wieder anzuspringen!

Wir machten nun Stop am "Rarawa Beach", einem langen Sandstrand, der unter normalen Umständen vermutlich einfach schön anzusehen ist, doch nicht so an diesem Tag. Das Wetter hatte sich immernoch nicht beruhigt, weshalb der ganze Strand von dichten Nebelwolken überzogen war. Unsere Sicht reichte vielleicht 30 Meter, doch dann schien man vor einer weißen Wand zu stehen. Gerade eben noch bei klarer Sicht auf dem Highway, umgab uns nun eine mystische Aura, zumal der Sand, wie der Nebel, weiß war und keine Menschensseele zu sehen war.



Am selbigen Tag sind wir noch weiter richtung Cape Reinga (dem fast nördlichsten Punkt Neuseelands) gefahren. Dort residierten wir an einem traumhaften DOC- Campingplatz, der nur 6 Dollar pro Person kostete. Nachdem wir uns ins kalte Meer gewagt hatten, ließen wir den Abend mit einem Glas Wein in der Hand ausklingen.





Am nächsten Morgen ging es dann direkt ans Cape Reinga und da war er wieder... der "breathtaking moment".Die ganze Kulisse ist so atemberaubend, dass man das Gefühl hat ihr nicht gerecht zu werden, wenn man ein "Wow, das ist so schön" von sich lässt. Auch die Kamera kann diese Schönheit nicht voll und ganz einfangen. Ich hoffe wirklich, dass ich die Bilder, die ich "mental knipse" in 10 Jahren noch genauso abrufen kann.



Gegen Mittag sind wir dann nach Ahipara, wo übrigens der bekannte "90 Mile Beach" endet, gefahren. An diesem Strand kann man sogar mit dem Auto fahren. Wir haben uns mit unserem "Fridolin" circa 10 Meter hinein getraut, unseren Klapptisch aufgebaut und dann gemütlich Abend gegessen. Als wir wieder aufbrechen wollten, mussten wir jedoch feststellen, dass wir komplett im Sand stecken geblieben sind. Nachdem uns 3 Surfer-Boys nicht befreien konnten, kam zum Glück ein Maori vorbei, der ein stabiles Seil in seinem Geländewagen hatte und uns somit abschleppen konnte. Merke: Der 90 Mile Beach kann auch schon nach 10 Metern enden!




Die Sonne ist mittlerweile längst untergegangen und ich kuschle mich dann mal zu Greta ins Auto, die sich vor Mücken schützen wollte. Diese sind hier nämlich wirklich von einer anderen Welt. Oder zumindest vom anderen Ende der Welt!

Macht's gut und genießt die Vorweihnachtszeit!
- Lena

Sonntag, 23. November 2014

Richtung Mahurangi West!

Hallo Freunde!

Wir sind nun seit 3 Wochen unterwegs und haben schon viel gesehen und erlebt!


Kurz gefasst:
Wir haben ein Auto gekauft. 
Wir sind längst nicht mehr in Auckland City. Und ja, das Klischee wurde wahr: Wir haben eine Schafsherde gehütet!

Doch fangen wir am besten von vorne an.

Wir haben unseren Campervan „Fridolin“ von einem italienischen Backbacker-Pärchen abgekauft und wir müssen sagen, die lange Suche war es wert! Wie andere Campervans hat unser Auto auch eine Matratze zum Schlafen, wir können doch alles so umklappen, dass wir tagsüber auch eine Bank im hinteren Teil des Autos haben. Was sich für den deutschen Laien vielleicht unspektakulär anhören mag, ist für den Backpacker an sich  ein Vermögen wert. Da das Wetter, wie wir leider feststellen mussten, SEHR wechselhaft ist und es innerhalb von Sekunden anfängt zu regnen, konnten wir dank unserer Bank, einige Stunden gemütlich im Auto verbringen. Wie man hier so schön sagt: In New Zealand you have 4 seasons in one day (Wenn man den Winter dabei nicht aus deutscher Sicht betrachtet, dann stimmt das sogar).
Fridolin- King of the highway


Doch ich muss noch weiter zurück blicken. Nach dem wir eine Woche in Hostels verbracht hatten (die Auckland City wohlbemerkt arschteuer und ausgebucht waren) konnten wir für eine knappe Woche bei unsere lieben Freundin HALA verbringen. In dem Vorort „Milford“ haben wir wirklich ein paar sehr schöne Tage verbracht. Zum ersten Mal in unserem Aufenthalt waren wir am Strand und konnten das Leben einfach nur genießen. Zuvor hatten wir stets den Autokauf im Hinterkopf, doch zu diesem Zeitpunkt hatten wir diesen bereits vereinbart. 
Hala und ich 




Unter anderem haben Greta und ich einen Ausflug auf die nah gelegene Insel „Waiheke Island“ unternommen. Hier hatte ich meinen ersten „Breathtaking moment“, wenn man das so sagen kann. Nach einer kleinen Wanderung hatten wir einen sagenhaften Ausblick auf den Ozean sowie auf viele kleine Buchten. Zum ersten Mal seit unserer Ankunft habe ich mich richtig frei gefühlt.  Ein Gefühl, welches man schlecht in Worte fassen kann. Aber vielleicht lasse ich ein paar Bilder für mich sprechen.


Waiheke Island- traumhaft


Find me :)


Hala und ihre Mutter sind so unglaublich liebe und zuvorkommende Menschen, dass es uns sehr schwer fiel, sie wieder zu verlassen. Howida (Halas Mutter) ließ uns nur ungern gehen und gab uns, sehr um unser Wohl besorgt („You really want to sleep in a car? Are you sure??“), eine Tüte voll mit Proviant mit auf den Weg.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon unsere erste Wwoofing- Zusage (Wwoofing bedeutet, dass man für Unterkunft und Verpflegung auf einer Farm arbeitet). Unsere „Hosts“ leben im Mahurangi Regional Park, welcher 15 Minuten von Warkworth entfernt ist. Um die Zeit bis zu unserem Aufenthalt zu überbrücken, haben wir 4 Tage in Snells Beach und Umgebung verbracht. Eine süße Kleinstadt mit einem wunderschönen Strand, an dem man umsonst campen kann, vorausgesetzt man und tut dies in einem selbstversorgenden Auto. Lassen wir unseren „Fridolin“ mal als selbstversorgend durchgehen. Wie wir leider feststellen mussten, handelt es sich bei Snells Beach jedoch auch um ein absolutes Rentnerdorf. Zum Glück trafen wir noch ein paar andere Backpacker, die den Altersdurchschnitt senkten. Für eine Nacht haben wir uns dann doch einen Campingplatz gegönnt. Hier gab es Duschen, saubere Toiletten und sogar eine Küche. 3 Dinge, die Gold wert sind, glaubt mir :D Tagsüber haben wir ein paar Ausflüge, unteranderem in den Scandretts Regional Park gemacht. Dort sind wir einen Track gelaufen, der mitten durch Schafs- und Kuhherden führt und einen wunderschönen Ausblickspunkt beinhaltet! Wieder einmal „Breathtaking“…Und wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass Greta und ich mal solche „Naturburschen“ werden.



Am 17. November ging es dann auf die Farm der „Bottemas“. Eine absolut liebenswerte, humorvolle und arbeitstüchtige Familie, die ein großes Stück Land in der besitzt. Papa Jan lebt hier normalerweise zu zweit mit seiner Frau Debbie. Diese ist momentan jedoch auf Geschäftsreise und Sohn Karl macht gerade Urlaub zu Hause. Unsere Arbeit sollte hauptsächlich im Haus stattfinden, da die Hochzeit des ältesten Sohnes Sam bevorsteht (der ist erst 24 Jahre alt und hat sich mit seiner Verlobten Emma gerade seine eigene Farm gekauft! Könnt ihr euch das bei uns zu Hause vorstellen!?).

Nach unsrer Ankunft, haben wir gleich mal die Umgebung erkundet. Abends haben wir dann mit Karl „smoked Snapper“, sowas wie eine Dorade, gegessen.  Am zweiten Tag, hatten wir gerade mit unserer Arbeit begonnen, da kam Ranger Matt vorbei und fragte ob wir nicht helfen wollen die Schafsherde zu treiben. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen! Die ganze Herde musste in ein großes Gehege getrieben werden, um dann die Lämmer von ihren Müttern zu trennen. Das Ganze hat riesen Spaß gemacht und wir haben uns sehr willkommen gefühlt. Am Tag darauf nahm uns Matt mit seinem Boot mit aufs Meer und hat uns den Regionalpark von einer anderen Perspektive gezeigt! Tolles Erlebnis! Wir durften sogar selbst ans Steuer!
Salat + smoked snapper: YUMMY

Happy Grets





Die Farmpeferde Lucky und Fin

Rechts seht ihr Martin, er ist der Cousin von Sam und Karl, kommt aus Holland und ist für einen Monat zu Besuch in Neuseeland.

Karl auf der Suche nach Muscheln


Familien- Oberhaupt Jan :)

… Und so gehen die Tage hier vorbei, wir lernen viele Freunde und Familienmitglieder Jans kennen, und nicht selten sitzt man beim Abendessen zu acht am Tisch.  Da fällt mir ein,  an einem Abend haben Greta und ich Spätzle für die ganze Truppe gemacht, die kamen sehr gut an! Der gute badische Ruf wird also gewahrt. Vormittags arbeiten wir, mittags gehen wir an den Strand, unternehmen etwas mit der Familie, oder schauen uns die Umgebung an. Abends kocht und isst man zusammen- und schon ist der Tag wieder vorbei.
Das Wetter wird übrigens auch endlich besser und man kann den Sommer endlich kommen sehen! Wir planen nun nach einer weiteren Woche hier, weiter in Richtung Norden zu fahren. Richtung Bay of Islands, wo man angeblich mit den Delfinen schwimmen kann. Wer weiß wohin uns unsere Reise führen wird.


Bis bald!


- Lena

Donnerstag, 6. November 2014

17°C und Sonnenbrand!

Auckland City!

Sooo jetzt sind wir schon fast eine ganze Woche hier in Auckland und jeder Tag birgt eine neue Herausforderung.
Ürsprünglich war geplant (planen scheint allgemein eher weniger zu funktionieren hier in Neuseeland haha), hier in Auckland so schnell wie möglich die formellen Dinge zu erledigen wie: Steuernummer (IRD Number) beantragen, neuseeländische SIM-Karte besorgen, Konto eröffnen und einen Van finden.

...nun ja, wenn das alles so einfach wäre!

Der Auto-Kauf stellt sich im Moment als extremst schwierig dar. Einerseits wollen wir einen schon ausgestatteten Campervan, aber andererseits auch keine rostige Schrottkarre...und das am Besten für weniger als 3500$.
In den Vororten von Auckland gibt's einige Car Dealer, die jedoch genau wissen, dass wir, was Autos angeht, eher unerfahren (ok, wir haben so ziemlich keine Ahnung von Autos) sind und uns deshalb die Autos zu hohen Preisen anbieten.
Sieht so aus, als wären also "stuck in Auckland" bis wir ein Auto finden, um endlich hier aus der Stadt rauszukommen.

Unser Jetlag haben wir mittlerweile fast überwunden und es klappt in der Nacht durchzuschlafen, ohne ab 3 Uhr nachts vier Stunden hellwach und mit tausend Gedanken im Kopf im Bett zu liegen.

Aber wir sind ja nicht hier in Auckland um die ganze Zeit nur mit der Auto-Suche zu verbingen!
Gestern haben wir die liebe Hala getroffen (eine sehr gute Freundin von Herz-Schwester Kerstin, die hier in Auckland lebt). Wir waren zusammen am Hafen und anschließend Mexikanisch essen & "Sparkling Sangria" trinken SO LECKER!!



Heute haben wir uns, nachdem wir erfolglos bei "Backpacker Car World" waren, auf den Weg zum Mount Eden gemacht, um nach endlich mal etwas Natur zu sehen! Das Gras scheint tatsächlich grüner als in Deutschland...





Fazit der ersten Tage: stressig, aufregend, manchmal deprimierend, aber dennoch vielversprechend, schon einige Kilometer zu Fuß & per Zug/Bus zurückgelegt, einige hilfsbereite und nette Menschen kennengelernt, die Preise hier sind abartig hoch, das Wetter ist sehr wechselhaft (Regenjacke + Sonnenbrand zur selben Zeit)

Drückt uns die Daumen, dass das mit dem Backpacker-Auto so schnell wie möglich klappt!
- Greta

Samstag, 1. November 2014

你好嗎?

Hallo ihr Lieben!

Jetzt ist es offiziell, wir haben die deutsche Grenze, vielmehr die europäische Grenze verlassen.  Seit 15 Stunden sind wir nun in Taipeh (Hauptstadt von Taiwan), wo wir unseren eintägigen Stop-Over verbringen. Tag und Nacht sind mittlerweile ineinander verschwommen und wir sind ganz verwirrt nach welcher Uhrzeit wir uns richten sollen (Schlafen, essen, Zähne putzen???). Als in Deutschland die Nacht vom 31. Oktober  zum 1.November einbrach, befanden wir uns irgendwo über Asien, wo langsam die Sonne aufging.

Im Moment sind wir ziemlich übermüdet und aufgekratzt, da wir heute auch noch in Taipeh unterwegs waren. Nach einer Stadtführung ging es erstmal wieder zurück an den Flughafen.


Taipeh suburb


Chinesisch für Anfänger 

Der Großteil unserer Gruppe beschloss jedoch noch einmal auf eigene Faust in die City zu fahren. So auch wir zwei. Hinwegs lief alles gut, doch als wir uns wieder auf den Weg zum Flughafen machen wollten, haben Greta und ich uns (wie sollte es auch anders sein) verlaufen. Obwohl es „Verlaufen“ nicht einmal trifft. Viel mehr haben wir verzweifelt nach einer Bushaltestelle gesucht, von der ein Bus an den Flughafen fährt. Nachdem wir gefühlt 400 Passanten angesprochen, 300 Kilometer zurückgelegt und den Glauben schon fast verloren hatten, konnte uns eine junge Taiwanerin Gott sei Dank helfen. Nicht zuletzt wegen unserem zuvorkommenden Sitznachbars auf dem Flug nach Taipeh. Er meinte wir sollen ihn einfach Daniel nennen, dass sei für Europäer einfacher. „Daniel“ kommt aus Taipeh und hat uns ein paar Notfalltipps gegeben, die wir zunächst etwas belächelten, sich jedoch als SEHR hilfreich herausstellten…

Nachdem wir also froh und munter (okay, maximal übermüdet trifft es besser) angekommen sind, machen wir uns langsam zu unserem Gate auf. Auch wenn ich normalerweise etwas unter Flugangst leide, bin ich jetzt einfach nur froh, wenn wir NEUSEELAND endlich Stückchen für Stückchen näher kommen.

Wir melden uns und vermissen euch!   -   Lena