Sonntag, 23. November 2014

Richtung Mahurangi West!

Hallo Freunde!

Wir sind nun seit 3 Wochen unterwegs und haben schon viel gesehen und erlebt!


Kurz gefasst:
Wir haben ein Auto gekauft. 
Wir sind längst nicht mehr in Auckland City. Und ja, das Klischee wurde wahr: Wir haben eine Schafsherde gehütet!

Doch fangen wir am besten von vorne an.

Wir haben unseren Campervan „Fridolin“ von einem italienischen Backbacker-Pärchen abgekauft und wir müssen sagen, die lange Suche war es wert! Wie andere Campervans hat unser Auto auch eine Matratze zum Schlafen, wir können doch alles so umklappen, dass wir tagsüber auch eine Bank im hinteren Teil des Autos haben. Was sich für den deutschen Laien vielleicht unspektakulär anhören mag, ist für den Backpacker an sich  ein Vermögen wert. Da das Wetter, wie wir leider feststellen mussten, SEHR wechselhaft ist und es innerhalb von Sekunden anfängt zu regnen, konnten wir dank unserer Bank, einige Stunden gemütlich im Auto verbringen. Wie man hier so schön sagt: In New Zealand you have 4 seasons in one day (Wenn man den Winter dabei nicht aus deutscher Sicht betrachtet, dann stimmt das sogar).
Fridolin- King of the highway


Doch ich muss noch weiter zurück blicken. Nach dem wir eine Woche in Hostels verbracht hatten (die Auckland City wohlbemerkt arschteuer und ausgebucht waren) konnten wir für eine knappe Woche bei unsere lieben Freundin HALA verbringen. In dem Vorort „Milford“ haben wir wirklich ein paar sehr schöne Tage verbracht. Zum ersten Mal in unserem Aufenthalt waren wir am Strand und konnten das Leben einfach nur genießen. Zuvor hatten wir stets den Autokauf im Hinterkopf, doch zu diesem Zeitpunkt hatten wir diesen bereits vereinbart. 
Hala und ich 




Unter anderem haben Greta und ich einen Ausflug auf die nah gelegene Insel „Waiheke Island“ unternommen. Hier hatte ich meinen ersten „Breathtaking moment“, wenn man das so sagen kann. Nach einer kleinen Wanderung hatten wir einen sagenhaften Ausblick auf den Ozean sowie auf viele kleine Buchten. Zum ersten Mal seit unserer Ankunft habe ich mich richtig frei gefühlt.  Ein Gefühl, welches man schlecht in Worte fassen kann. Aber vielleicht lasse ich ein paar Bilder für mich sprechen.


Waiheke Island- traumhaft


Find me :)


Hala und ihre Mutter sind so unglaublich liebe und zuvorkommende Menschen, dass es uns sehr schwer fiel, sie wieder zu verlassen. Howida (Halas Mutter) ließ uns nur ungern gehen und gab uns, sehr um unser Wohl besorgt („You really want to sleep in a car? Are you sure??“), eine Tüte voll mit Proviant mit auf den Weg.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon unsere erste Wwoofing- Zusage (Wwoofing bedeutet, dass man für Unterkunft und Verpflegung auf einer Farm arbeitet). Unsere „Hosts“ leben im Mahurangi Regional Park, welcher 15 Minuten von Warkworth entfernt ist. Um die Zeit bis zu unserem Aufenthalt zu überbrücken, haben wir 4 Tage in Snells Beach und Umgebung verbracht. Eine süße Kleinstadt mit einem wunderschönen Strand, an dem man umsonst campen kann, vorausgesetzt man und tut dies in einem selbstversorgenden Auto. Lassen wir unseren „Fridolin“ mal als selbstversorgend durchgehen. Wie wir leider feststellen mussten, handelt es sich bei Snells Beach jedoch auch um ein absolutes Rentnerdorf. Zum Glück trafen wir noch ein paar andere Backpacker, die den Altersdurchschnitt senkten. Für eine Nacht haben wir uns dann doch einen Campingplatz gegönnt. Hier gab es Duschen, saubere Toiletten und sogar eine Küche. 3 Dinge, die Gold wert sind, glaubt mir :D Tagsüber haben wir ein paar Ausflüge, unteranderem in den Scandretts Regional Park gemacht. Dort sind wir einen Track gelaufen, der mitten durch Schafs- und Kuhherden führt und einen wunderschönen Ausblickspunkt beinhaltet! Wieder einmal „Breathtaking“…Und wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass Greta und ich mal solche „Naturburschen“ werden.



Am 17. November ging es dann auf die Farm der „Bottemas“. Eine absolut liebenswerte, humorvolle und arbeitstüchtige Familie, die ein großes Stück Land in der besitzt. Papa Jan lebt hier normalerweise zu zweit mit seiner Frau Debbie. Diese ist momentan jedoch auf Geschäftsreise und Sohn Karl macht gerade Urlaub zu Hause. Unsere Arbeit sollte hauptsächlich im Haus stattfinden, da die Hochzeit des ältesten Sohnes Sam bevorsteht (der ist erst 24 Jahre alt und hat sich mit seiner Verlobten Emma gerade seine eigene Farm gekauft! Könnt ihr euch das bei uns zu Hause vorstellen!?).

Nach unsrer Ankunft, haben wir gleich mal die Umgebung erkundet. Abends haben wir dann mit Karl „smoked Snapper“, sowas wie eine Dorade, gegessen.  Am zweiten Tag, hatten wir gerade mit unserer Arbeit begonnen, da kam Ranger Matt vorbei und fragte ob wir nicht helfen wollen die Schafsherde zu treiben. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen! Die ganze Herde musste in ein großes Gehege getrieben werden, um dann die Lämmer von ihren Müttern zu trennen. Das Ganze hat riesen Spaß gemacht und wir haben uns sehr willkommen gefühlt. Am Tag darauf nahm uns Matt mit seinem Boot mit aufs Meer und hat uns den Regionalpark von einer anderen Perspektive gezeigt! Tolles Erlebnis! Wir durften sogar selbst ans Steuer!
Salat + smoked snapper: YUMMY

Happy Grets





Die Farmpeferde Lucky und Fin

Rechts seht ihr Martin, er ist der Cousin von Sam und Karl, kommt aus Holland und ist für einen Monat zu Besuch in Neuseeland.

Karl auf der Suche nach Muscheln


Familien- Oberhaupt Jan :)

… Und so gehen die Tage hier vorbei, wir lernen viele Freunde und Familienmitglieder Jans kennen, und nicht selten sitzt man beim Abendessen zu acht am Tisch.  Da fällt mir ein,  an einem Abend haben Greta und ich Spätzle für die ganze Truppe gemacht, die kamen sehr gut an! Der gute badische Ruf wird also gewahrt. Vormittags arbeiten wir, mittags gehen wir an den Strand, unternehmen etwas mit der Familie, oder schauen uns die Umgebung an. Abends kocht und isst man zusammen- und schon ist der Tag wieder vorbei.
Das Wetter wird übrigens auch endlich besser und man kann den Sommer endlich kommen sehen! Wir planen nun nach einer weiteren Woche hier, weiter in Richtung Norden zu fahren. Richtung Bay of Islands, wo man angeblich mit den Delfinen schwimmen kann. Wer weiß wohin uns unsere Reise führen wird.


Bis bald!


- Lena

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr Zwei, es freut uns das es Euch gut geht,bei dieser Landschaft seit Ihr auch ein bißchen zu beneiden. Wir wünschen Euch weiterhin mit Eurem Superauto und den Gastfamilien alles Gute..Vera

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